Leitfaden

Décret tertiaire: auf dem Weg zu geringeren Energieverbräuchen

Das décret tertiaire gilt für Nichtwohngebäude ab 1000 m2

Die Informationen auf dieser Seite betreffen die in Frankreich geltende Regelung

Für Nichtwohngebäude schreibt das décret tertiaire, die französische Verordnung zur Energieeinsparung in Nichtwohngebäuden, vom Juli 2019 eine schrittweise Senkung der Energieverbräuche bis 2050 vor.

Was ist das décret tertiaire?

Das décret tertiaire, auch décret de rénovation tertiaire genannt, regelt die Anwendung von Artikel 17 des französischen Energiewendegesetzes (Loi de Transition énergétique). Diese Verordnung betrifft die Pflicht, die Energieeffizienz von Nichtwohngebäudebeständen zu verbessern, um bis 2050 eine Senkung der Energieverbräuche um 60 % zu erreichen. Konkret verpflichtet das décret tertiaire Eigentümer und Mieter von Nichtwohngebäuden ab 1.000 m², ihren Endenergieverbrauch zu senken.

Zeitplan

Der Zeitplan legt Ziele zur Senkung des Energieverbrauchs der Gebäude fest

Schritt 1: 2030

Senkung um 40 % gegenüber dem Referenzverbrauch

Schritt 2: 2040

Senkung um 50 % gegenüber dem Referenzverbrauch

Schritt 3: 2050

Senkung um 60 % gegenüber dem Referenzverbrauch

Ziele zur Auswahl

In der Praxis haben die Betroffenen die Wahl zwischen zwei Zielen:

Relatives Ziel (CRELAT)

Dabei geht es darum, die Energieverbräuche des Gebäudes bis 2030 um -40 %, bis 2040 um -50 % und bis 2050 um -60 % zu senken.

Ziel in absoluten Werten (CABS)

Ziel ist das Erreichen eines in absoluten Werten ausgedrückten Verbrauchsschwellenwerts. Dieser Schwellenwert richtet sich nach der im Gebäude ausgeübten Tätigkeit, der geografischen Zone und der Höhenlage. Die Ergebnisse können auf Ebene des gesamten Bestands zusammengefasst werden.

Wie stellen Sie die Konformität her?

Diese drei Schritte führen zur richtigen Anwendung des décret tertiaire:

  1. 1Sich über die Pflichten aus dem décret tertiaire informieren
  2. 2Ein automatisiertes System zur Datenübermittlung an die Plattform „Operat“ einrichten
  3. 3Die gegenüber dem Vorjahr erzielten Einsparungen verfolgen und dokumentieren

Das Referenzjahr bestimmen

Der entscheidende Schritt zum Erreichen dieses Ziels ist die Festlegung des Referenzjahres.

Das Referenzjahr ist die Grundlage für die Analyse der Verbrauchsentwicklung des Unternehmens und damit für den Nachweis der Zielerreichung.

Das Referenzjahr muss zwischen 2010 und 2020 liegen, und idealerweise liegt das gewählte Jahr vor den bereits im Unternehmen umgesetzten Verbesserungen und Verbrauchssenkungen.

Es muss einem vollen Betriebsjahr entsprechen, also 12 aufeinanderfolgenden Monaten.

Das Referenzjahr ist bis zum 30. September 2022 auf der Plattform OPERAT der ADEME, der französischen Agentur für ökologischen Wandel, zu melden.

Die ADEME betreibt die Plattform OPERAT, auf der die Verbräuche gemeldet werden

Dieses Referenzjahr wird von einem CMVP-zertifizierten Ingenieur von Qualisteo anhand der klimatischen Schwankungen, der Aktivität und aller weiteren Einflussfaktoren auf die Verbräuche festgelegt.

Die Energy Managers von Qualisteo bestimmen die Referenzjahre mit einer präzisen Methodik und entsprechender Expertise (Zertifizierung IPMVP).

Wattseeker, das Werkzeug für die Konformität

Das décret tertiaire beschränkt sich nicht auf die Bestimmung des Referenzjahres. Die Daten der Standorte müssen klar quantifiziert und nach Nutzung verfolgt werden, die Einsparungen müssen überwacht und belastbar nachweisbar sein. Die Plattform Wattseeker, eine echte Software für ein Energiemanagementsystem (EnMS), trennt die Verbräuche nach den verschiedenen Nutzungen, verfolgt deren Entwicklung in Echtzeit nach Zone und Nutzung und überträgt fortlaufend alle erforderlichen Daten, damit Sie das décret tertiaire vollständig einhalten und die Zielerreichung sicherstellen.

Heute messen, ab dem ersten Monat sparen

Führen Sie in Ihrem Unternehmen ein Energiemanagementsystem ein und senken Sie Ihre Energiekosten deutlich.