Dieser weltweit tätige Modekonzern hat seine ISO-50001-Vorgehensweise mit Wattseeker strukturiert
Über 400 Filialen, uneinheitliche Technik zur Untermessung, ein einziges Ziel: die ISO-50001-Zertifizierung erreichen, ohne die bestehende Messinfrastruktur neu aufzubauen.

Ein internationaler Konzern im Vertrieb von Konfektionsbekleidung hat vor einigen Jahren eine ISO-50001-Zertifizierung für sein gesamtes Netz angestoßen. Jede Filiale verfügte bereits über Unterzähler, jedoch von unterschiedlichen Herstellern und mit unterschiedlichen Kommunikationsprotokollen, je nach Land und im Lauf der Zeit übernommener Marke. Die Herausforderung bestand darin, diese heterogenen Daten in einem einzigen Werkzeug zusammenzuführen.
Aus Diskretionsgründen kann der Name des Unternehmens in diesem Artikel nicht genannt werden, doch das Projekt veranschaulicht gut die Fragestellungen großer Handelskonzerne, die sich mit Energieeffizienz befassen.
Eine bereits vorhandene Untermessung und ein Softwarebedarf
Der Konzern brauchte keine neuen Sensoren. Jede Verkaufsstelle übermittelte ihre Verbrauchsdaten bereits über Unterzähler, die im Lauf der Jahre installiert worden waren, häufig aus lokal getroffenen Beschaffungsentscheidungen. Einige Filialen nutzten einen Stromunterzähler einer Marke, andere ein anderes Gerät, mit herstellerspezifischen Datenformaten.
Diese Zersplitterung führte zur Wahl der Software für Energiemanagement Wattseeker. Das Unternehmen hat allein den Softwarebaustein abonniert, ohne seinen Zählerbestand zu ändern.
Die Software Wattseeker hat die bestehenden Datenströme in einer einzigen Oberfläche zusammengeführt, unabhängig von der Datenquelle. Für einen Konzern dieser Größe bedeutete der Verzicht auf einen umfassenden Geräteaustausch eine erhebliche Zeit- und Budgetersparnis.
Zentrale Daten, differenzierte Zugriffe je nach Ebene
Die Stärke von Wattseeker liegt darin, sich an die verschiedenen Führungsebenen des Konzerns anzupassen.
Die Leitung einer Filiale sieht die Daten der eigenen Verkaufsstelle: Verbräuche, Abweichungen, mögliche Warnmeldungen.
Eine Regionalleitung sieht alle Filialen eines Landes und kann die Leistung vergleichbarer Standorte gegenüberstellen.
Die Konzernleitung schließlich verfügt über eine konsolidierte weltweite Sicht, hilfreich für die Priorisierung von Investitionen oder die Verfolgung des Zertifizierungsfortschritts.
Diese Staffelung vermeidet eine häufige Schwäche großer Konzerne: Dashboards, die zu global sind, um vor Ort handlungsleitend zu sein, oder umgekehrt lokale Daten, die nie auf die strategische Ebene gelangen.
Jede beteiligte Rolle im Konzern erhält genau das, was sie zum Handeln benötigt.
Eine Software im Dienst der ISO-50001-Zertifizierung
Die Norm ISO 50001 verlangt eine konsequente Verfolgung der wesentlichen Energieeinsatzbereiche (SEU) sowie den Nachweis einer kontinuierlichen Verbesserung der energetischen Leistung. Genau hier hat die Software den größten Mehrwert gebracht.
Wattseeker erlaubt es, die wesentlichen Energieeinsatzbereiche fortlaufend zu verfolgen, Filiale für Filiale, ohne manuelle Nacherfassung. Die Plattform automatisiert außerdem die Erstellung der für das Zertifizierungsaudit geforderten Berichte, eine Aufgabe, die bei 400 Filialen manuell einen erheblichen Aufwand bedeutet hätte.
Die Software enthält zudem eine Funktion, die den Aufbau und die Verfolgung eines konkreten Maßnahmenplans zur Verbrauchssenkung unterstützt. Die Teams erkennen die verbrauchsstärksten Bereiche, priorisieren die Eingriffe und prüfen über die Zeit, ob die ergriffenen Maßnahmen die erwartete Wirkung entfalten. Die ISO-50001-Zertifizierung verlangt den Nachweis, dass ein Maßnahmenplan existiert und dauerhaft verfolgt wird.
Schließlich sensibilisiert die Software Wattseeker die Teams vor Ort. Die Filialleitungen verfügen über eine visuelle Oberfläche, mit der sie ihre Verbesserungspotenziale erkennen und die Mitarbeitenden in die Vorgehensweise zur Energieeffizienz einbinden können.
Was zur Energie-Governance multinationaler Unternehmen zu merken ist
Dieses Projekt zeigt eine bei internationalen Handelsunternehmen häufige Realität. Ein uneinheitlicher Messgerätebestand ist kein unüberwindbares Hindernis für die Energieoptimierung. Eine gut konzipierte Energiesoftware kann sich mit bestehenden Geräten unabhängig von deren Herkunft verbinden und verstreute Daten in ein stimmiges Analysewerkzeug für alle Ebenen der Organisation verwandeln.
Für Verantwortliche internationaler Konzerne, die eine ISO-50001-Zertifizierung erwägen, zeigt die Erfahrung dieses Konzerns, dass ein Austausch der vorhandenen Messinfrastruktur nicht immer notwendig ist.


