Wie Petit Bateau den Energieverbrauch am Industriestandort um 23 % gesenkt hat
Der Aufbau eines Messsystems hat diesem Textilwerk 23 % Energieeinsparungen ermöglicht.

Das Werk Saint-Joseph ist der historische Standort von Petit Bateau. Es verbraucht jährlich 11 Gigawattstunden Gas und 3 Gigawattstunden Strom, was die Intensität der dort betriebenen Industrieprozesse widerspiegelt.
Der Kostenanstieg nach COVID
Nach COVID war Petit Bateau wie viele Industriebetriebe von einem starken Anstieg der Energiekosten betroffen. Die Teams entschieden daraufhin, die eigenen Verbräuche ernsthaft zu hinterfragen, sowohl bei den Prozessen als auch bei den Gebäuden. In diesem Zusammenhang wandte sich Petit Bateau an Qualisteo.
Qualisteo kannte die elektrischen Infrastrukturen des Standorts bereits, was die Umsetzung einer vollständigen Instrumentierung und die Installation von Unterzählern an sämtlichen Anlagen erleichterte.
Verbräuche sichtbar machen, um handeln zu können
Sobald die Verbräuche je Verbraucher sichtbar waren, folgten die ersten Maßnahmen recht schnell.
Im Verwaltungsgebäude wurden Geräte entdeckt, die auch am Wochenende weiterliefen. Es wurden Abschalt-Checklisten eingeführt, damit die Teams genau wissen, was zum Wochenende ausgeschaltet werden muss.
Die Überwachung in Echtzeit ermöglichte es zudem, Auffälligkeiten zu erkennen, die sonst tagelang unbemerkt geblieben wären.
An einem Montagmorgen zeigten die Daten einen Mehrverbrauch über das gesamte Wochenende. Bei der Ursachensuche stellten die Teams fest, dass ein Ventil mangels sichtbarer Kennzeichnung versehentlich von einer Bedienperson geöffnet worden war. Dieselbe Logik gilt für die Wasserüberwachung über eigene Unterzähler: Sobald ein Ventil ungewöhnlich lange offen bleibt, ermöglicht eine Warnung ein schnelles Eingreifen und Korrigieren.
435.000 € jährliche Einsparungen, validiert nach dem IPMVP-Protokoll
Im Zeitraum 2023-2025 erreicht die Senkung der Gesamtverbräuche, Gas und Strom zusammen, 23 %, bezogen auf das Referenzjahr 2021, also vor dem Projektstart und der Instrumentierung des Standorts. Diese Ergebnisse wurden nach dem IPMVP-Protokoll gemessen und validiert, der internationalen Referenz für Messung und Verifizierung energetischer Leistung.
Konkret entspricht das durchschnittlich 435.000 € jährlichen Einsparungen bei der Energierechnung des Standorts.
Dieses Vorgehen zur industriellen Energieeffizienz zeigt, dass die Sichtbarkeit der Daten in Verbindung mit veränderten Praktiken im Alltag deutliche und dauerhafte Ergebnisse bringen kann, ohne zwingend auf hohe Investitionen angewiesen zu sein.


