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Energiemarkt28. Oktober 2026

Was unterscheidet eine GLT-Software von einer EMS-Software?

Eine GLT steuert die technischen Anlagen eines Standorts. Ein EMS misst seine energiebezogene Leistung und hilft, sie zu verbessern.

Gewerbegebäude mit GLT und EMS

GLT und EMS sind zwei unterschiedliche Softwarelösungen, die nicht denselben Bedarf decken. Die Gebäudeleittechnik (GLT) steuert und überwacht die technischen Anlagen. Das Energy Management System (EMS) analysiert die Verbräuche, um die energiebezogene Leistung zu verbessern. An einem Standort ergänzen sich beide Werkzeuge.

Eine GLT-Software steuert ein Gebäude

Eine GLT steuert die technischen Anlagen eines Gebäudes oder Standorts in Echtzeit.

Was eine GLT überwacht

Heizung, Lüftung, Klimatisierung, Beleuchtung und Warmwasserbereitung laufen auf einer zentralen Leitwarte zusammen. Manche GLT integrieren auch technische Alarme und die Zutrittskontrolle.

Wie sie funktioniert

Steuerungen und Sensoren kommunizieren mit der Leitwarte über Protokolle wie BACnet, Modbus, KNX oder LonWorks. Die Software wirkt direkt auf die Anlagen. Sie stellt Temperatursollwerte ein, programmiert Zeitfenster, schaltet Anlagen ein und aus und meldet Störungen.

Fällt an einem Samstag ein Lüftungsgerät aus, erhält der Bereitschaftstechniker den Alarm und startet die Anlage aus der Ferne neu.

Die Nutzer der GLT sind die Betriebs- und Instandhaltungsteams.

BACS-Dekret

Die folgenden Angaben gelten ausschließlich für Frankreich.

Das BACS-Dekret schreibt ein Gebäudeautomations- und Steuerungssystem in Nichtwohngebäuden vor, deren Heizungs- oder Klimaanlage 70 kW überschreitet. Seit dem 1. Januar 2025 gilt die Pflicht oberhalb von 290 kW. Für bestehende Gebäude zwischen 70 und 290 kW hat das Dekret Nr. 2025-1343 vom 26. Dezember 2025 die Frist auf den 1. Januar 2030 verschoben.

Quelle: Dekret Nr. 2025-1343 vom 26. Dezember 2025

Eine EMS-Software verfolgt den Energieverbrauch

Ein EMS erfasst und analysiert die Energieverbräuche eines Standorts, um dessen Leistung zu verbessern. Es steuert keine Anlagen.

Die erfassten Daten

Das EMS bündelt die Zähler- und Unterzählerdaten für Strom und Medien (Gas, Dampf, Druckluft, Heizöl und Wasser). Es kann mehrere Standorte abdecken. Es arbeitet rein lesend, in Zeitintervallen von wenigen Minuten bis zu einer Stunde oder einem Tag.

Die erstellten Analysen

Aus diesen Messwerten berechnet die Software Energieleistungskennzahlen (EnPI) und bietet Dashboards für Analysen. Sie erkennt Abweichungen, misst die erzielten Einsparungen und erstellt Berichte.

Die Nutzer sind Energiemanager, die Geschäftsleitung und die HSE-Verantwortlichen.

Ein Werkzeug im Dienst der ISO 50001

Die Norm ISO 50001 verlangt von einem Energiemanagementsystem den Nachweis einer fortlaufenden Verbesserung seiner energiebezogenen Leistung. Dieser Nachweis stützt sich auf EnPI, die mit einer energetischen Ausgangsbasis verglichen werden. Das EMS liefert diese Messwerte.

Synergien zwischen GLT und EMS

Das EMS identifiziert Einsparpotenziale. Die GLT wirkt auf die Anlagen. Beide ergänzen sich.

Die GLT liefert Daten an das EMS

Ein Teil der GLT-Informationen kann in das EMS einfließen, zum Beispiel die Raumtemperaturen. Das EMS verknüpft sie mit den Energieverbrauchsdaten.

Das EMS gibt die Einstellungen der GLT vor

Die vom EMS identifizierten Einsparmöglichkeiten lassen sich mithilfe der GLT konkret umsetzen.

Das EMS zeigt, dass die Heizung einer Werkhalle sonntags bei stillstehender Produktion läuft. Die Instandhaltung programmiert die Zeitfenster in der GLT neu. Anschließend vergleicht das EMS die Verbräuche der folgenden Wochen und beziffert die tatsächliche Einsparung.

Wattseeker ist eine EMS-Software

Wattseeker ist die von Qualisteo in Frankreich konzipierte und entwickelte Energiemanagement-Software (EMS).

Die Software bündelt die Verbräuche von Strom, Gas, Wasser, Dampf, Druckluft und Heizöl sowie Produktionsdaten. Die Verbräuche werden in Echtzeit nach Zone, Verwendungszweck oder Anlage angezeigt.

Alarme melden Abweichungen und Verbrauchsspitzen.

Wattseeker ist interoperabel. Die Software funktioniert mit den vernetzten Lynx-Unterzählern von Qualisteo sowie mit Messtechnologien anderer Hersteller.

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